12 gemeinsame Jahre – das ist in meinen Augen ein schöner Anlass um auf die gemeinsame Zeit zurückzublicken. :exclaim:

2003 ist Emma in mein Herz und mein Leben eingezogen. 2002, unmittelbar nach dem Abi, bin ich zuhause aus und direkt in eine eigene Wohnung in Erfurt gezogen, habe mein Studium zunächst an der FSU Jena, später an der Uni Erfurt aufgenommen und hatte nach einem dreiwöchigen Interrail-Urlaub in Italien große Hundesehnsucht. Also habe ich immer wieder die Internetseiten der umliegenden Tierheime durchsucht und irgendwann, nach einigen irritierenden Situationen, Emma entdeckt. Das erste Kennenlernen verlief, davon abgesehen das ich mit einem viel (!) größeren Hund gerechnet hatte, sehr harmonisch. Dennoch räumten wir uns eine kurze Bedenkzeit ein, in die der Besuch bei meiner kleinen Schwester zu deren zweitem Geburtstag fiel. Eines der Geschenke, welches ich bereits vor längerer Zeit gekauft hatte, war ein Buch mit dem Titel „Emma geht einkaufen“. Diesen Hinweis habe ich verstanden und so zog Emma am 20. August 2003 aus dem Tierheim Plauen zu mir.

Direkt auf der Fahrt nach Hause zeigte sich, dass das verschenkte Buch einen doppelten Hinweis enthalten hatte, denn die einkaufende Emma war ein Esel. Und so bestand der sture kleine Hund darauf, dass er keinesfalls im extra hergerichteten Kofferraum mitfahren könne, sondern die Rückback wohl das Mindeste an Komfort sei. Bei einem Zwischenstop an einer Talsperre dampfte sie dann direkt noch ab um sich in einem lecker stinkigen Fisch zu wälzen. Spätestens da hätte alles klar sein müssen. :eek: Aber man geht ja nicht direkt vom schlimmsten aus.

Im Laufe des Jahres zeigt Emma so einige ihrer Vorlieben: für Mülleimer, jegliches Essen, kuschelige und außergewöhnliche Schlafplätze und ein Sonnenbad bei jeder Gelegenheit.

Sie zeigte aber auch sehr schnell und in aller Deutlichkeit was sie nicht möchte: allein zuhause bleiben. Neben viel Gejammer und Gebell hatte sie innerhalb von ca. 30 Minuten das damalige Wohnzimmer so zugerichtet. Danach war Emma über viele Jahre nie alleine, immer bei mir oder musste hin und wieder im Auto warten. Wenn ich längere Zeit unterwegs sein musste ist meine Mama eingesprungen, bei der Emma bis heute gerne ihr zweites zuhause auf Zeit bezieht. (Danke dafür! :thumbsup: ) Erst viel später, ab 2010 in Hamburg, legte sich das Problem mit dem alleine bleiben um jetzt im hohen Alter und bei fast vollständiger Taubheit zumindest teilweise wieder aufzutauchen.

Aber es gab natürlich auch erfreuliche Momente, z.B. als sich Katzenjägerin Emma drinnen doch als einigermaßen katzenkompatibel zeigte.

2003c

Ansonsten hatten wir trotz unseres turbulenten Starts eine tolle Zeit zusammen und die kleine gelbe Knalltüte hatte sich ratzfatz einen festen Platz in meinem Herzen erobert. :verliebt:

2003d

Kristin Kratz, Felix Ell, Wendy Rockstroh, Bärbel Hula, Katja Rosenbauer, Nancy Seyring, Simon Grüning, Alina Gräfenstein, Bettina Wer, Nadine Prinke, Mandy Gierke gefällt dieser Artikel

2 Comments

  1. Nadine & Zingara
    Posted 24. August 2015 at 19:46 | Permalink

    So schön! Manchmal sehnt man sich ja fast wieder nach etwas mehr Unsinn unserer Oldies ;-)

  2. Posted 23. August 2015 at 17:44 | Permalink

    Toller Rückblick!

One Trackback

  1. By 12 gemeinsame Jahre: 2004 | dog-on-tour on 24. August 2015 at 16:36

    […] unserem turbulenten Start 2003 verlief das Jahr 2004 etwas ruhiger, sofern bei uns überhaupt jemals von ruhig die Rede sein kann. […]

Denn auch der kleinste Hund der Welt, macht sein Maul auf wenn er bellt. Also sag, was du zu sagen hast, was dir fehlt, was dir nicht passt! :)