Vor exakt 10 Jahren, am 20. August 2003, zog Emma aus dem Tierheim Plauen aus und bei mir in Herz und Wohnung ein. :verliebt:

2004 noch als junger Hüpfer, noch ohne Narben und mit beiden Augen

Ein Jahr nachdem ich zuhause ausgezogen war und ohne Hund gelebt hatte, war es nach einem dreiwöchigen Italienurlaub soweit: Hundesehnsucht.

Unser Start war etwas holprig. Der Plan, dass Emma im Kofferraum mitfahren sollte, wurde direkt nach 100m von ihr boykottiert. Rückbank war das Mindeste. Beim ersten Spaziergang, noch auf der Heimfahrt nach Erfurt, fand sie an einem See einen wirklich stinkigen Fisch und hat sich gründlichst darin gewälzt. Bestes Aroma… :skeptisch:

Daheim war sie die ersten zwei Wochen völlig unauffällig und hat, heute nahezu unglaublich :zensiert: , keinen einzigen Beller von sich gegeben. Aber dann… ;) Bis heute ist Emma sehr kommunikationsfreudig und teilt mit, wenn sie aufgeregt ist, etwas gehört hat, etwas von mir/uns möchte, etwas NICHT möchte, usw.

im April 2011 an unserem geliebten Elbstrand im Südosten Hamburgs

Aber auch unabhängig von ihrer Stimmgewalt waren die ersten Monate, vielleicht sogar Jahre (hallo Verdrängung :lol: ) nicht immer einfach: ausgeräumte Mülleimer, geklaut was nicht ausreichend verräumt war, nach umdekoriertem Wohnzimmer nie alleine gelassen, sondern immer an meiner Seite, draußen gerne mal andere Spaziergänger gestellt, gelegentliche Jagdausflüge und ein ausgeprägter Eigensinn. Da passte nicht viel zum laut Tierheim „familienfreundlichen Anfängerhund“.

Fünf mal sind wir in den zehn Jahren umgezogen, davon drei mal quer durch die Republik. Wir haben alte zwei- und vierbeinige Freunde ziehen lassen, neue Freunde begrüßt. Wir hatten eine grandiose Zeit mit unserem Flyball-Team, die ich definitiv nicht missen möchte und an die ich gerne und oft zurück denke. Wir haben gelernt, den anderen zu verstehen und uns aufeinander zu verlassen. Vielleicht das am längsten dauernde und schwierigste Lehrstück für uns beide. :)

Ich freue mich, dass es Emma auch mit 12,5 Jahren noch so gut geht, trotz der Tumore die in ihr wachsen. Sie ist energiegeladen, fit, fröhlich und nach außen ein gesunder, alter älterer Hund. ;) Und ich hoffe, dass es noch möglichst lange so bleibt! Doch egal wie viel gemeinsame Zeit uns noch bleibt, wir genießen jede Sekunde davon! :)

Ausruhen bei einem unserer Geocaching-Ausflüge im September 2012

im Juni 2013 genießen wir den Ausblick vom Hochblauen nach unserer Wanderung

Stev Ni, Nancy Seyring, Georgie Schmidt, Florian Korb, Simon Grüning, Wendy Rockstroh, Nicky Balhas, Annelie Schilling, Sonja Dausmann, Mandy Gierke, Nadine Prinke gefällt dieser Artikel

Heute vor 18 Monaten war Emmas OP an der VetUni Leipzig.

Was ich mir damals nicht hätte träumen lassen ist, dass es Emma 18 Monate nach der OP gesundheitlich genauso gut geht wie vor der OP und Diagnose, wenn nicht sogar besser, da der Tumor im Auge nicht mehr stört und schmerzt. Mit ihrer Einäugigkeit kommt sie nach wie vor sehr gut zurecht (okay okay, wenn’s eilig ist rennt sie schonmal wo dagegen ;) ) Der Milztumor steht unter strenger Beobachtung – wenn alles nach Plan läuft nächste Kontrolluntersuchung im September, nochmal bei unserem TA in Bayern. Die Zusätze und Kräuter, speziell die Tabletten im Schmelzkäse-Mantel mittags und abends, sind gern genommen. :lecker: (An dieser Stelle auch an dickes Dankeschön an Patrizia und Mandy von Pahema, die mich bei Fragen bisher immer gut beraten haben!)

Klar, Emma ist älter geworden und das lässt sich auch nicht leugnen, aber mit 12,5 darf man es auch mal ruhiger angehen lassen. Wobei das ja bei einem Terrier nichts heißt. :mrgreen:

freche Neugiernase

Nachdem es heute angenehm kühl ist, werden wir zur Feier des Tages eine schöne Runde durch die Weinberge drehen, Brombeeren frisch vom Strauch naschen und am Abend ausgiebigst kuscheln. Und ein Kalbsbrustbein zum Abendessen wird sicher auch gern genommen. :hurra:

In diesem Sinne: :hundeleine:

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Wenn wir uns bei diesem wunderbarsten Sommerwetter :sonne: nicht gerade am/im Baggersee oder Rhein vergnügen :schwimmen: , dann macht Emma vor allem eines: schlafen.

entweder alleine

oder in Gesellschaft :)

Aber kleine Räuberwutz-Damen erleben natürlich viele aufregende Dinge, auch im Traum :mrgreen: :verliebt:

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