Nachdemwir  am ersten Urlaubstag das Dürrnbachhorn erklommen haben, sollte es am zweiten Tag eigentlich in den Zahmen Kaiser gehen. Leider fanden wir keine Tour, die unter 6h zu schaffen war, so dass wir uns schlussendlich für den Großen Traithen im Mangfallgebirge entschieden haben.

Ausgangspunkt war der Parkplatz am Gasthaus Rosengasse (1100m), Ziel der Gipfel des Großen Traithen (1852m).

Bereits auf den ersten Metern ging es ordentlich aufwärts, so dass wir bereits nach etwa 1h Weg denn Fellalmkessel (ca. 1500m) erreicht hatten. Bis auf den jammernden und schnaufenden Mups war alles bestens. Es bot sich uns ein herrliches Panorama bei strahlendem Sonnenschein. :D

Also weiter Richtung Gipfel. Nach wenigen Metern wurde der Weg ein ganz klein wenig matschig. Regelmäßig sind wir bis zum Knie in dieser Mischung aus Matsch und Kuhsch…. versunken. :eek:

Nach einer knappen Stunde erreichten wir die Weggabelung zur Fellalm. Bereits am Parkplatz hatte uns ein Einheimischer berichtet, das eine Einkehr absolut lohnenswert und der Käse ausgesprochen lecker sei. Nun ja, für uns leider nicht, da wir nach den ersten 400 Höhenmetern festgestellt hatten, dass wir ohne Bargeld unterwegs waren.

Also ohne frisch  Milch und leckeren Käse zum Gipfel. Der Mups brauchte regelmäßige Überzeugungsarbeit, dass wir wirklich bis zum Gipfel aufsteigen. Aber da gab es kein Erbarmen: ich wollte rauf auf den Berg!

Nach ca. 3h war es endlich geschafft, der Gipfel erreicht. Was für eine Sicht, was für ein tolles Gefühl. :hurra:

Die Räuberwutz hatte sich beim Aufstieg wieder als gnadenloser Sklaventreiber gezeigt. Aber auf dem Gipfel war dann tatsächlich eine Pause erlaubt. ;)

Der Abstieg bis zur Weggabelung an der Fellalm beanspruchte vor allem unsere Knie, war aber immerhin matschfrei. Ab der Fellalm hatten wir dann leider einen ungewollten, aber angekündigten Begleiter: den wunderschönen Kater, der gern den Besuchern ins Tal folgt. Nach einer kleinen Kläfforgie von Emma und einem „Angriff“ meinerseits, entschied er sich dann aber doch, lieber zur Alm zurückzugehen. Gut so, denn von uns hatte wahrlich keiner Lust nocheinmal die 20min zur Fellalm aufzusteigen.

Beim letzten Stück des Abstieges kamen wir dann noch in den Genuss eines Regen- und Hagelschauers. Stark genug um eklig in den Nacken zu tropfen, aber nicht stark genug um die dreckigen Schuhe und Hosen zu reinigen.

Nach ca. 5h waren wir dann wieder zurück am Ausgangspunkt beim Gasthaus Rosengasse, dreckig von oben bis unten, erschöpft aber glücklich.

Zurück in unserer Ferienwohnung erfolgt dann eine gründliche Reinigung aller Familienmitglieder sowie der verschmutzten Schuhe und Kleidungsstücke. Nach weiteren 2h waren die Schuhe dann endlich von ihrer 5mm dicken Schicht aus Schlamm und Kuhsch…. befreit und wir konnten zum gemütlichen Teil des Abends übergehen, uns erholen und für den nächsten Urlaubstag und das Finale des Chiemgau Alm Festival vorbereiten. :hehe: (Bericht dazu folgt)

 

 


4 Comments

  1. Fiedler, ute
    Posted 5. August 2011 at 19:15 | Permalink

    War ganz toll zu lesen und ich freue mich auf mehr.

  2. Posted 5. August 2011 at 09:28 | Permalink

    Hey Hey,

    oben sind die Namen auch nicht besser ;) Und man sieht da viele viele Motorradfahrer..glaubts mir ;)

  3. Posted 4. August 2011 at 14:11 | Permalink

    Ja ja, der die das Tatzelwurm und der die das Sudelfeld… Wir hatten schon unseren Spaß mit den Ortsnamen… :lol:

  4. Posted 4. August 2011 at 14:07 | Permalink

    Ach, da war ich doch letztens auch *grins*

    … ich war (beruflich bedingt ) ganz in der Nähe vom Tatzlwurm-Wasserfall. An einem Tag wollten wir zum Brünnstein aufbrechen, aber ein echt heftiges Gewitter hat uns davon abgehalten ;(

    Schön – Euer Urlaubsbericht! Freu mich schon auf mehr ;)

Denn auch der kleinste Hund der Welt, macht sein Maul auf wenn er bellt. Also sag, was du zu sagen hast, was dir fehlt, was dir nicht passt! :)