An Ostern soll man ja suchen, was liegt da also näher, als cachen zu gehen? (okay, diese platte Einleitung musste einfach sein… :oops: )

Also machten wir uns auf Richtung Hitzacker zum Cache „Jenseits der Wolfsschlucht“ (GCHRT9). Der Cache hatte ziemlich viele und vor allem gute Bewertungen, war in einer bisher „unbearbeiteten“ Gegend, die versprach nicht von Osterspaziergängern überlaufen zu sein und er lag direkt an der Elbe, was bei dem Wetter für Emma quasi Grundvoraussetzung ist, damit sie nicht missgelaunt nebenher dappelt.

Also Beschreibung ausgedruckt, Cache-Rucksack mit Getränken und Proviant befüllt, das GPS mit dem Cache gefüttert und los. Wir starteten unsere Runde gegen 13.30 und waren kurz nach 18 Uhr wieder am Auto zurück. Insgesamt sind wir in der Zeit ca. 12km gelaufen, ganz gemütlich ohne Hetze mit netten Pausen zwischendrin und anderthalb Extrakilometern direkt zum Start, aber dazu gleich mehr. :evil:

An Station 1 war der Hinweis blitzschnell entdeckt. Nachdem es sich aber nicht nur um die Koordianten für die nächste Station sondern auch einen ergänzenden, sicher nicht ganz unwichtigen Hinweise handelte, bat ich den Mups diesen Hinweis doch zu fotografieren. „Nene“ entgegnete der und meinte sich diese zwei kleinen Zeilen wohl merken zu können… Ich selbst, mit einem Gedächtnis wie ein Sieb gesegnet, ahnte Schlimmes, aber wenn der Mups das sagt…Nun gut, also marschierten wir weiter und legten die ca. 900m zu Station 2 zurück. Der geneigte Leser und erfahrene Cacher weiß, das 900m innerhalb eines Multis eine eher große Distanz bilden… ;)

An Station 2 angekommen gabs erstmal eine Schwimmeinlage für Emma, die schon die ganze Zeit darauf gewartet hatte endlich in die Fluten der Elbe springen zu können. Danach ging’s ans Suchen. Während wir eifrig alle verdächtigen und unverdächtigen Stellen absuchten, nutzt Emma die Gelegenheit sich ein neues Eau de Ekel zuzulegen. Wer es sich vorstellen möchte, der denke bitte an vergammelten Fisch kombiniert mit feinster Gülle. :kotz:

Alles Suchen half nix, wir wurden nicht fündig und mich beschlich der Verdacht, dass wohl doch der genaue Wortlaut des Hints an Station 1 hilfreich wäre, den wir ja NICHT fotografiert hatten. Was tun? Ein wenig Rätsel raten, ein paar Schimpftiraden und dann war klar: es geht nochmal zurück zu Station 1. Dort ging uns dann ganz schnell ein Licht auf :idea: und so marschierten wir noch einmal zu Station 2 (die eigentlich mehr eine Zwischenstation war) und dann mit dem Hinweis weiter zur eigentlichen Station 2. Dort suchtenund fanden wir dann ein kleines Minifitzelchen (siehe Fotos).

Zu Station 3 nahmen wir den empfohlenen direkten Weg. Das war trotz oder wegen des staubtrockenen Bodens eine rutschige, aber doch machbare Angelegenheit. Zum Glück blieben wir von wehrhaften, aber sehschwachen Walkern verschont.

Von Station 3 bis 5 lief alles reibungslos. An Station 5 machten wir eine erste Pause mit Proviant und Bilderquatsch. Dann freundete ich mich noch ein wenig mit dem Dornengestrüpp an (siehe Fotos) (*aua aua*) und unter ein wenig Gejammer meinerseits ging es dann weiter zu Station 6 von 8. Da diese etwa 2km entfernt lag und laut Owner NICHT über den direkten Weg auf der Landstraße angegangen werden sollte, entschieden wir uns für den etwas längeren, aber sehr schönen Weg durch den Wald. Da war ich wieder einmal sehr froh, auf dem Garmin GPSMap 62s eine vernünftige Topo-Karte zu haben, anhand derer man einen machbaren Weg aussuchen konnte.

Zum Glück blieben wir auch von Menschenratten und blutverschmierten Orks verschont. Nach einer Erkundungstour im inneren des Tanks durch den neugierigen Mups ® war der Hinweis schnell entdeckt und wir konnten weiter marschieren zu Station 7, die uns dann endlich den finalen Hinweis liefern sollte. An den Koordinaten angekommen orientierten wir uns zuerst ein wenig zu sehr am Offensichtlichen, aber das Vertrauen ins GPS hat sich bezahlt gemacht. Es kann also einmal mehr durch uns festgestellt werden, dass wir mit dem Garmin GPSMap 62s keine Genauigkeitsprobleme haben! Beim lesen des Hints dann ein Schreckmoment: einer der nahestehenden, halb abgebrochenen, aber noch stehenden Bäume knarzte ganz fürchterlich, als würde er nun doch aufgeben. Aber der Fachmann sprach beruhigend so nahe am Baum wäre das ja kaum gefährlich und überhaupt wäre es ja windstill, da passiert dann schon nix. Ich war trotzdem schwer dafür weiter zu marschiere: auf zum Finale.  Aber was musste ich da im Hint noch lesen: Unterwelt, dem Weg für 15m folgen… Da hatte ich schon ein wenig Panik Bedenken.

Aber auch hier zeigte sich: völlig umsonst. :) Trotz beeindruckender Location erstmal das Wesentliche: Dose finden! Diese hielten wir dann schnell in den Händen, trugen uns im Logbuch ein, machten unser persönliches Siegerbild (nur echt mit dem grenzdebilen Grinsen ;) ) und nahmen eine Coin an uns, die wir ins nächste Bundesland nach Hamburg mitnehmen werden. Der Grubenarbeiter Mups war voll in seinem Element und auch Emma fand das Erkunden der Bunkerreste recht spannend. Aber ich war dann doch froh, wieder über der Erde zu sein.

Dann folgte noch ein Rundgang durch die Final-Location. Echt beeindruckend, diese riesigen halbrunden Betonwände, in denen noch das Muster der ehemals innenliegenden Tanks zu sehen ist. Danach folgte noch der kurze Rückweg zum Auto und eine angenehm ruhige, jammerfreie Fahrt. Ein müder Hund ist ein guter Hund. :D

Fazit: ein toller Cache und ein gelungener Ostermontag. :thumbsup:

Wir können die Caches von cosmic bob, dem Owner, definitiv empfehlen und werden sicher weitere, von ihm konzipierte Multis und Wanderungen absolvieren.

Und wer bis hierher gelesen hat, der darf auch Bilder angucken :hehe: :


One Comment

  1. Posted 27. April 2011 at 19:34 | Permalink

    Ja, das Problem mit der dreistelligen Zahl kommt mir doch sehr bekannt vor. Was haben wir an dem Schild gesucht, bis uns ein Licht aufging….

    Wir haben die Orks am Sonntag getroffen. Montagmorgen haben wir nur noch das Final eingesammelt.

    Wenn ich deinen Bericht so lese, freue ich mich, dass Ella den Fisch übersehen/rochen hat. Sie wälzt sich zu gern in toten Tieren. Wenigstens blieb uns das erspart

    Viele Grüße

    Frau Kümmelsaft

Denn auch der kleinste Hund der Welt, macht sein Maul auf wenn er bellt. Also sag, was du zu sagen hast, was dir fehlt, was dir nicht passt! :)